Grabarten - Pflegefrei

Grabarten - Pflegefrei

Urnenbeisetzungen im Buchenurnenhain, Titelbild

Die Nachfrage nach Grabstätten ohne Pflegeverpflichtung steigt ständig an. Eine jahrzehntelange Grabpflege kann von vielen Angehörigen heute nicht mehr sichergestellt werden, sei es aus altersbedingten beziehungsweise gesundheitlichen Gründen oder beruflich bedingtem Ortswechsel.

Diese Grabstätten haben den Vorteil, dass sie nicht von Angehörigen gepflegt werden müssen. Die Grabfelder sind großzügig gestaltet; die Namen der Verstorbenen werden auf einem Gemeinschaftsgrabmal verewigt. Die Bestattungen können, außer bei den anonymen Bestattungen, im Beisein der Angehörigen stattfinden.

Kranz- und Blumenschmuck darf ausschließlich anlässlich der Beisetzung in sehr begrenzter Anzahl und Größe niedergelegt werden. Dauerhafter Grabschmuck ist weder auf den Grabstätten noch auf den Ablageflächen gestattet und wird gemäß § 20 der Friedhofssatzung von der Friedhofsverwaltung unverzüglich entfernt.

Für die Dauer der Ruhezeit sind Pflegekosten und anteilige Kosten für ein Grabmal entweder in den Gebühren enthalten oder über einen Pflegevertrag geregelt und werden nur einmalig mit der Bestattung erhoben. Eine Ausnahme stellen die Partnergräber dar, bei denen die gewünschten Grabmale separat beantragt und auch bezahlt werden müssen.

Auf den städtischen Friedhöfen stehen folgende pflegefreie Grabarten zur Verfügung:

Hainbestattungen für Särge und Urnen

Das Angebot zu Hainbestattungen für Särge und Urnen ist als naturnahe, pflegefreie und ansprechende Gemeinschaftsgrabanlage konzipiert. Die Bestattungen auf diesen Gräberfeldern erfolgen der Reihe nach in gepflegten Rasenflächen mit Baumbestand.

Im Unterschied zu traditionellen Grabarten steht daher keine Grabfläche zur Verfügung, die individuell mit Pflanzen, Blumenschmuck oder Grabzubehör gestaltet werden kann.

Die Namen aller Verstorbenen werden auf stilvollen Gemeinschaftsgrabmalen verewigt.

Auf diesen würdevoll gestalteten Feldern werden Bankplätze zur Ruhe und inneren Einkehr angeboten. Die Gestaltung und Pflege des gesamten Hains obliegt ausschließlich der Friedhofsträgerin oder deren Beauftragte.

Urnen- und Sarghaine befinden sich auf dem Hauptfriedhof, sowie auf den Friedhöfen in Broich, Heißen, Speldorf, Styrum und Dümpten 2 (Oberheidstraße).

Hainbestattungsanlagen

Hainbestattungsfeld -pflegefrei, auf dem Hauptfriedhof - Walter Schernstein

Beispiel Hauptfriedhof

Hainbestattung für Särge und Urnen Friedhof Speldorf - Walter Schernstein

Beispiel Speldorf

Baumbestattungen und Familienbäume

Baumbestattung- und Familienbäume Haupftfriedhof - Walter Schernstein

Die Idee der Baumbestattung ist nicht ganz neu, aber bisher einzigartig für Mülheim an der Ruhr. Der Gedanke, dass die Aschen von Verstorbenen im Wurzelbereich eines Baumes aufgenommen werden und somit sinnbildlich in ihm „weiterleben”, scheint vielen Menschen tröstlich. Dort zur Ruhe gebettet zu werden, wo wir schon immer unsere Energie und Kraft getankt haben, zurück zu den Wurzeln der Natur und gleichzeitig dem Himmel ein Stück näher, ist heute vielen Menschen wichtig; insbesondere hier lassen sich inmitten der Natur zu allen Jahreszeiten Geborgenheit und Trost finden.

Diese Bestattungsart richtet sich an naturverbundene Menschen, die sich von einer klassischen Grabstätte wenig angesprochen fühlen, die nächsten Angehörigen nicht mit einer Grabpflege belasten möchten und eine Alternative zur anonymen Bestattung suchen. Die Namen der Verstorbenen finden sich auf einem gemeinsamen Gedenkstein wieder.

Auf zwei Rasenflächen des Hauptfriedhofes werden im Wurzelbereich einer Eibe und einer Eiche Urnenbestattungen angeboten. Es besteht die Möglichkeit einen Baum auszusuchen.

Familienbäume können ausgewählt und mit bis zu sechs Urnen belegt werden. An jedem Baum befindet sich ein naturbelassener Grabstein, auf dem die Namen der Verstorbenen verewigt werden.

Im Unterschied zu anderen Feuerbestattungen wird hier die Asche ausschließlich in biologisch abbaubaren Urnen beigesetzt, die sich innerhalb weniger Wochen auflösen. Das bedeutet aber auch, dass keine Umbettungen möglich sind.

Baumbestattungsfeld mit Summstein, auf dem Hauptfriedhof - Walter Schernstein

Bei den Gemeinschaftsgrabmalen handelt es sich um zwei Basaltmonolithen. Einer von ihnen ist ein sogenannter "Summstein". Das ist ein Stein mit einer Aushöhlung, in die man den Kopf hineinstecken und tief summend ausatmen kann. Die erzeugten Töne können in Resonanz geraten und erzeugen dadurch Vibrationen. Der zweite Basaltmonolith ist ein geschlossener Stein.

Die Gemeinschaftsgrabmale sind durch ihre Platzierung weithin sichtbar. Zwei Bankplätze ergänzen die Anlage und nehmen in der Bankrückenlehne ein Gedicht von Erich Kästner auf.

Auf einer zweiten Rasenfläche werden Familienbäume zur Beisetzung von jeweils sechs Urnen im Wurzelbereich angeboten. Auf einem kleinen Gedenkstein werden die Namen der Verstorbenen Familienmitglieder aufgeführt.

  • Diese Anlage wird auf dem Hauptfriedhof angeboten.

Gemeinschaftsgrabanlagen und Partnergräber für Särge und Urnen

Gemeinschaftsgrabanlagen und Partnergräber für Särge und Urnen, HF - Walter Schernstein

In einer gärtnerisch gestalteten und gepflegten Gemeinschaftsgrabanlage für Särge und Urnen werden Grabstätten auch für Partnergemeinschaften angeboten.

Die Gräber sind für die Dauer ihrer Nutzungszeit pflegefrei. Es besteht zudem die Möglichkeit, auf jeder Grabstätte ein Einzelgrabmal aufzustellen.

  • Diese Anlage wird auf dem Hauptfriedhof angeboten.

Urnenkammern in Urnenwänden (im Verbund) Urnenkammern in Stelen (einzeln stehend)

Urnenkammern auf dem Friedhof Styrum in Mülheim an der Ruhr - Walter Schernstein

Jede Urnenkammer kann - nach Verfügbarkeit - frei ausgewählt werden und bis zu drei Urnen (ohne Schmuckurnen) aufnehmen. Hierdurch eignet sich diese Grabart insbesondere für Familienangehörige, die beabsichtigen, sich in Urnen und an einem gemeinsamen Ort bestatten zu lassen. Die Kosten für die Pflege und Unterhaltung der Gemeinschaftsanlage sind bereits in den Nutzungsgebühren enthalten. Diese beinhalten auch die Kosten für die Verschlussplatte der Urnenkammer, die die Funktion eines Grabsteins hat; lediglich die Beschriftung der Platte und deren Kosten obliegt den Nutzungsberechtigten.

  • Urnenkammern werden derzeit auf dem städtischen Friedhof in Styrum angeboten.

Gemeinschaftsgräber für Urnen

Urnengemeinschaftsgrabanlage auf dem Hauptfriedhof - Walter Schernstein

Gemeinschaftsgräber für Urnen sind auf dem Hauptfriedhof und den Friedhöfen Broich, Dümpten 1 (Schildberg), Heißen, Speldorf sowie auf dem städtischen Friedhof in Styrum angelegt worden. Urnengemeinschaftsgräber stellen eine Grabstätte mit jeweils 16 Grabstellen dar.

Vor Beisetzung in einer Urnengemeinschaftsgrabstätte ist ein Dauergrabpflegevertrag mit einer ortsansässigen Friedhofsgärtnerei abzuschließen.
Der Grabpflegevertrag sichert die Pflege durch die Friedhofsgärtnerei über die gesamte Ruhezeit und beinhaltet unter anderem auch die persönliche Namensnennung des oder der Verstorbenen auf dem Gemeinschaftsgrabmal. Die Kosten für den Nutzungserwerb einer einzelnen Urnengemeinschaftsgrabstelle sind bei der Friedhofsträgerin zu entrichten.

Anonyme Beisetzungen

Bei der Beisetzung in eine anonyme Grabstätte wird die Urne oder der Sarg der oder des Verstorbenen auf einer nur der Friedhofsverwaltung bekannten Fläche eines städtischen Friedhofes bestattet. Eine individuelle gärtnerische Gestaltung und das Aufstellen von Gedenkzeichen sind nicht möglich.

Ascheverstreuung

Aschestreufeld auf dem Hauptfriedhof in Mülheim an der Ruhr - Walter Schernstein

Auf dem Hauptfriedhof wurde im Jahr 2004 ein Aschestreufeld angelegt, auf dem die Asche von Verstorbenen ausgestreut werden kann. Voraussetzung ist, dass die Verstorbenen dies zu Lebzeiten testamentarisch verfügt haben. Die Verstreuung kann im Beisein der Angehörigen stattfinden.

Kontakt


Stand: 18.02.2021

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