Was ist im Trauerfall zu tun?

Trauerkranz mit weißen und roten Rosen und Trauerkranz in Herzform aus roten Rosen lehnen an einem Baumstamm. Informationen zum Verhalten im Trauerfall. Friedhof, Friedhöfe, Beerdigungen, Bestattungen, - Canva

Folgende Trauerfälle

Der oder die Verstorbene befindet sich in der Wohnung:


Informieren Sie sofort die Hausärztin oder den Hausarzt!

Die Ärztin oder der Arzt stellt den Tod fest und händigt Ihnen den Totenschein aus. Falls Sie sie oder ihn nicht erreichen können, informieren Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer: 116 117

Anmerkung:

Die oder der Verstorbene darf bis zu 36 Stunden in der Wohnung bleiben.

Halten Sie für den Notarzt oder die Notärztin den Personalausweis der verstorbenen Person bereit.

Der oder die Verstorbene befindet sich im Pflegeheim oder Krankenhaus:
Die Verwaltung regelt alles Notwendige.

Der oder die Angehörige verstirbt unterwegs:
Die zuständigen Behörden leiten alles in die Wege und informieren die Angehörigen (oder das Bestattungsunternehmen bei vorliegendem Vorsorgeausweis).

Folgende Unterlagen werden im Trauerfall benötigt:

  • Familienstammbuch mit allen Urkunden oder folgende Original-Urkunden (Fotokopien reichen nicht):

bei Ledigen:

  • Geburtsurkunde (eventuell im Stammbuch der Eltern)
  • Personalausweis
  • Krankenversichertenkarte
  • Rentenunterlagen beziehungsweise zumindest Rentenversicherungs-Nummer(n)/ Betriebsrente
  • Lebensversicherungspolicen (Original)
  • Mitgliedsbücher oder -karten von Sterbekassen, Gewerkschaften, etc.
  • Graburkunde über ein eventuell schon vorhandenes Grab
  • Bestattungsvorsorge-Vertrag

bei Ehegatten oder Ehegattinnen zusätzlich:

  • Heiratsurkunde mit Geburtseintrag der Ehegatten oder Ehegattinnen;
  • Sterbeurkunde, falls der Ehegatte oder die Ehegattin bereits verstorben ist;
  • Scheidungsurteil, falls die Ehe geschieden ist

Zusätzlich legen Sie bitte eine Liste aller sonstigen Institutionen dazu, die bei einem Tod informiert werden müssen (ein Formular hierfür wird vom Bestattungsunternehmen beigefügt):

  • Bank oder Sparkasse
  • Versicherungen (Haftpflicht, Hausrat, KFZ, etc.)
  • Vereine
  • Abonnements (Zeitung)
  • Eventuell Vermietende
  • Daueraufträge und erteilte Einzugsermächtigungen (Telefon, GEZ, Spenden, etc.)

Tipp:

Verwahren Sie möglichst viele dieser Unterlagen in einem Vorsorge-Ordner. Informieren Sie Ihre nächsten Angehörigen, wo der Ordner zu finden ist. Sollten Ihnen einzelne Dokumente fehlen, so kann Ihnen Ihr Bestattungsunternehmen bei der Beschaffung mit Sicherheit behilflich sein.

Informieren Sie bitte umgehend Ihr ausgewähltes Bestattungsunternehmen – es übernimmt in der Regel Folgendes für Sie:

  • Sofortige Betreuung und Beratung in Ihrer Wohnung oder direkt beim Bestattungsunternehmen
  • Auf Wunsch schnellstmögliche Überführung des oder der Verstorbenen
  • Aufbahrung des oder der Verstorbenen in Ihrer Wohnung, in Räumen des Bestattungsunternehmens oder am Friedhof
  • Lieferung von Sarg, Urne, Kissen- und Deckengarnitur und weiteren Trauerartikeln
  • Komplette Organisation der Bestattung
  • Terminabsprache mit Friedhof, Kirche, Gärtnerei, Steinmetzbetrieb, Gaststätte, Orgelspielende, etc.
  • Erledigung aller Behördengänge und aller Formalitäten
  • Anschreiben an die Rentenkasse, Einzug der Versicherungsleistungen
  • Erstellung von Trauerbriefen (auf Wunsch auch direkt mit Versand) und Zeitungsanzeigen
  • Im Bedarfsfall Vermittlung eines Trauerredners, einer Trauerrednerin, einer Musikerin oder eines Musikers
  • Bestellung von Blumenschmuck und anderen Dekorationen

… und viele weitere Leistungen für die Ausrichtung einer individuellen Bestattung.

Für alle gärtnerischen Arbeiten stehen Ihnen die örtlichen Gärtnereien zur Verfügung. Die hiesigen Steinmetzbetriebe beraten Sie bei der Auswahl eines individuellen Grabmals.

Stand: September 2020


Stand: 17.02.2021

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