Oberbürgermeister suchen Lösungen für Vallourec-Belegschaft

Oberbürgermeister suchen Lösungen für Vallourec-Belegschaft

Die Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller aus Düsseldorf und Marc Buchholz aus Mülheim an der Ruhr bekundeten bei einem Treffen mit Vertreter*innen der Betriebsräte der beiden Vallourec-Standorte Düsseldorf-Rath und Mülheim an der Ruhr sowie der Gewerkschaften ihren ausdrücklichen Willen, den angekündigten Transformationsprozess in enger Abstimmung zu begleiten. Ziel ist es, die Industriearbeitsplätze zu sichern und die Standorte soweit wie möglich zu erhalten.

Oberbürgermeister Marc Buchholz. Verwaltungsvorstand der Stadt Mülheim an der Ruhr.  02.11.2020 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Verabredet haben die Oberbürgermeister mit den Beteiligten hierzu drei Punkte:

1. Regelmäßiger Austausch zwischen den Beteiligten
Vereinbart sind regelmäßige Treffen der Oberbürgermeister mit den Betriebsrät*innen und Gewerkschaftsvertreter*innen ergänzt um Vertreter*innen der Landesregierung und weiterer Institutionen wie zum Beispiel der Industrie- und Handelskammer (IHK), zu denen die Vallourec-Geschäftsleitung eingeladen wird. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Wir wollen nicht nur die Geschäftsleitung in die Pflicht nehmen, sondern auch die Landes- und Bundesregierung zu Lösungspartnern machen, denn letztlich hängen von Vallourec auch weitere Arbeitsplätze bei Zulieferern in ganz Nordrhein-Westfalen ab.“

2. Enge Begleitung des Prozesses durch die Oberbürgermeister
„Die Geschäftsleitung von Vallourec hat versprochen, ein transparentes Verfahren durchzuführen. Wir werden den Prozess verfolgen und die Geschäftsleitung, wenn nötig, an ihr Versprechen erinnern,“ so Oberbürgermeister Marc Buchholz.

3. Zukunft energieintensiver Betriebe sichern
Die beiden Oberbürgermeister wollen zudem insbesondere an die neue Bundesregierung adressieren, dass der nicht nur bei Vallourec, sondern auch bei anderen energieintensiven Betrieben in der Rhein-Ruhr Region bevorstehende Umstellungsprozess hin zum Einsatz erneuerbarer Energien in der Produktion von dort unterstützt werden muss. „Ähnlich wie beim Fünf-Standorte-Programm für die Kohle-Regionen sollten auch Standorte mit energieintensiven Betrieben bei der Umstellung etwa auf Wasserstoff von Hilfen profitieren können. Einen Technologieverlust aufgrund der Energiewende darf es nicht geben“, so Oberbürgermeister Marc Buchholz. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller ergänzt: „Hier sind nicht nur Düsseldorf und Mülheim an der Ruhr betroffen, sondern alle Städte an Rhein und Ruhr, die industrielle Betriebe insbesondere aus der Metallverarbeitung beherbergen.“

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Stand: 30.11.2021

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