Archiv-Beitrag vom 30.06.2021Theater um den Medienkonsum
Zwischen Digitalisierung und exzessivem Medienkonsum
Das Theaterspiel Witten kam am 30. Juni 2021 auf Einladung des Jugendamtes und der ginko Stiftung für Prävention mit dem Stück „PHILOTES – Spiel um Freundschaft“ an die Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Auf der Bühne und im Gespräch griffen die Schauspieler*innen dieses herausfordernde Thema mit und für die Schüler*innen auf.
Digitale Medien sind ein fester Bestandteil der Erlebniswelten von Jugendlichen. Wie vieles andere auch, müssen sie einen gesunden und risikoarmen Umgang mit dem Netz auch Rahmen der schulischen Suchtprävention reflektieren und erlernen.
Wo passiert das Leben – real oder virtuell? Wie werden Freundschaften gepflegt – analog oder digital? Wo finden die wichtigen Dinge des Lebens statt – online oder offline? Woran erkenne ich, wenn mein Medienverhalten kritisch wird?
Wie unter einem Brennglas zeigt die Corona-Pandemie auf, dass junge Menschen auf diese Fragen Antworten für sich finden müssen, um Probleme zu vermeiden. So auch Tom und Benny in dem Theaterstück PHILOTES: sie sind ein eingespieltes Team, die besten Freunde und Tischtennispartner. Seit einiger Zeit treffen sie sich zudem häufig online, denn sie haben das Game PHILOTES entdeckt.
Als Tom eifrig für das nächste Tischtennisturnier trainiert, taucht Benny mehr und mehr in die Cyberwelt von PHILOTES ein, findet neue Online-Spielpartner und vernachlässigt alles andere. Sogar die neue Mitschülerin Lara, die sich für ihn zu interessieren scheint, lässt er links liegen. Als Tom dringend die moralische Unterstützung seines Freundes benötigt, spitzt sich die Lage zu.
Fotos: Theaterspiel Witten / ginko Stiftung für Prävention
Spannend und real zeigt das Stück Chancen und Konflikte rund um das große Thema Medien, den Wert der Freundschaft, verborgene Ängste, die Herausforderungen von realem und digitalem Leben und riskantem Medienkonsum auf.
Im Anschluss gingen die Schauspieler*innen gemeinsam mit Mitarbeiter*innen der ginko Stiftung für Prävention und des Amtes für Kinder, Jugend und Schule mit Schüler*innen ins Gespräch. Fragen, persönliche Anmerkungen und Anregungen sowie Berichte aus der Beratung und ergänzende Infos zur Mediennutzung rundeten die Aufführungen in der Gustav-Heinemann-Schule ab.
Die Kombination von Theater, Austausch, Info und Reflexion unterstützt die Jugendlichen auf dem Weg zu einem bewussten Umgang mit Medien – zwischen den Anforderungen der Digitalisierung und den Folgen exzessiven Medienkonsums – damit es im Alltag kein Theater um die Medien gibt.
Ansprechpartner: Norbert Kathagen, ginko Stiftung für Prävention, Telefon: 0208/ 30069-44, E-Mail: n.kathagen@ginko-stiftung.de.
Kontakt
Stand: 01.07.2021
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