Forum Integration - Vernetzungsveranstaltung traf auf großes Interesse
Unter dem Titel „Ankommen und leben in Mülheim – Beratungsangebote stellen sich vor“ fand erstmalig das „Forum Integration“ im Rahmen der Interkulturellen Woche statt. Im Fokus standen die Mülheimer Beratungsstellen, die Menschen mit Integrationsbedarf unterstützen.
v.l.n.r Hakan Caliskan (Antidiskriminierungsbeauftragter), Dr. Sonja Clausen (KI-Leitung), Hasan Tuncer (Vorsitzende des Integrationsrates), Dilara Demircan (KIM-Koordinatorin), David A. Lüngen (Stadtdirektor), Saadia Ibaoune (Moderatorin), Stephanie Vogel (Moderatorin) und Marc Buchholz (Oberbürgermeister)
Rund 100 Teilnehmende zählte die Veranstaltung in der Alten Dreherei, die vom Kommunalen Integrationszentrum organisiert wurde. Interessierte aus den Mülheimer Schulen, Vereinen und Mitarbeitende aus Verwaltung kamen zusammen, um sich über die Integrationsarbeit in Mülheim an der Ruhr auszutauschen.
Nach der offiziellen Begrüßung durch Stadtdirektor David A. Lüngen, der die Bedeutung der Integrations- und Flüchtlingsberatungsstellen als Puzzleteil im Integrationsprozess betonte, gab es einen praxisorientierten Fachimpuls des Antidiskriminierungsbeauftragten der Stadt Mülheim. Hakan Caliskan nahm das Publikum zum Thema „Interkulturelle Sensibilität in der Beratung“ mit. Dabei betonte er, Sensibilisierungstrainings als teambildende Maßnahme zu nutzen.
Die Teilnehmenden konnten sich im Anschluss über das vielfältige Angebot an Beratungseinrichtungen der Mülheimer Integrationsszene informieren. Von der Flüchtlingsberatung, einem mobilen Angebot bis hin zum Jugendmigrationsdienst wurde das breite Spektrum der Stellen deutlich, an denen (neu) zugewanderte Menschen Hilfe erhalten. Jede Institution stellte mit ihrem „individuellen Schatz“ vor, was ihr Angebot besonders macht. Fragen zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Beratungsformen konnten geklärt werden. Die gute Vernetzung untereinander wurde verdeutlicht. Auch das „Case Management des Kommunalen Integrationsmanagements“ (kurz KIM Case Management) konnte sich erstmalig als ein Angebot mit dem Schwerpunkt der rechtskreisübergreifenden Begleitung präsentieren.
Abgerundet wurde der Nachmittag mit einer Expert*innenrunde zum Thema „Vernetzung“. Deutlich wurde, dass es in Mülheim viele gut funktionierende Netzwerke gibt und insbesondere die informellen Netzwerke für Menschen, die neu und mit wenigen Sprachkenntnisse ankommen, eine wichtige Rolle spielen. Auch Stadtteilmanager Cemal Sari betonte, wie stark die Arbeit eines Stadtteilmanagers von guten Kontakten in den Stadtteil hinein, abhängig ist: „Durch Netzwerkarbeit sind wir in Eppinghofen in der Lage, Ressourcen zu bündeln und Synergien zu schaffen“.
Abschließend wurde im Rahmen einer kleinen Performance ein Übersetzungscomputer vorgestellt, der im Case Management des KI derzeit erprobt wird. „Das Übersetzungstool unterstützt mich in Situationen, wo ad hoc kein*e Sprachmittler*in zur Verfügung steht und ermöglicht die Kommunikation mit Klient*innen in über 100 Sprachen“, erläutert Niklas Widdel, KIM Case Manager.
Der Fachtag wurde im Rahmen des Landesvorhabens „Kommunales Integrationsmanagement“ umgesetzt und durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration gefördert.
Kontakt
Stand: 19.10.2023
[schließen]
Bookmarken bei
Facebook
Twitter
Google
Mister Wong
VZ Netzwerke
del.icio.us